Erschienen am 31.03.2022

Autorin: Antonia Weishäupl

70 Jahre voll Fluch und Segen

 

 

Seit dem 6. Februar 1952 sitzt Elizabeth Alexandra Mary Windsor als Queen Elizabeth II. auf dem britischen Thron. Stolze 95 Jahre ist sie schon alt und denkt noch lange nicht ans Aufhören. Sie ist stark, sie bleibt standhaft. Skandale um ihre Familie pflastern ihren Weg. Das Jahr 1997 sei ihr schwerstes gewesen, sagt sie selbst. Doch auch die Bilder von Prinz Philips Beisetzung im April 2021 lassen kein Auge trocken. Völlig allein saß sie in einer Bank der Kapelle in Windsor.

Foto: pixabay

 

Eigentlich müsste man sich freuen, wenn man vier Kinder, acht Enkel und 12 Urenkel hat. Eigentlich – wäre diese Familie nicht eine der skandalösesten der Welt: vier Scheidungen, Skandale um gewisse Schwiegertöchter und Schwiegerenkelinnen, vier Todesfälle im engsten Kreis, 13 Traumhochzeiten und ein „Megxit“, all das überlebte die Queen.

 Die Briten lieben ihre ‚Lilibeth‘. Ein schrilles Kostüm, eine Handtasche und einen zum Kostüm passenden Hut, so kennt man sie. Sie hat sich für die Krone aufgeopfert. Im April feiert sie ihren 96. Geburtstag. Hier sind einige Stationen ihres Lebens aufgelistet:

21. April 1926

In London wird eine Prinzessin geboren. Als Tochter des Bruders des Königs Edwards VIII. wird sie, so glaubte man damals, nie den britischen Thron besteigen. Wenn ihr Onkel eines Tages Kinder bekommen würde, würde Elizabeth in der Thronfolge immer weiter nach unten rutschen. Ihre Eltern, Elizabeth (damalige Herzogin von York) und Prinz Albert, gaben ihrem ersten Kind den schwungvollen Namen: ‚Elizabeth Alexandra Mary Windsor‘.

21. August 1930

Die kleine Prinzessin bekommt eine Schwester. Sie hört auf den Namen Margaret.

6 Jahre später

hat ihr Onkel Edward VIII. weder Frau noch Kind. Er lernt in den 1930er-Jahren die US-amerikanische Schauspielerin Wallis Simpson kennen. Am liebsten würde er sie zu seiner Frau nehmen, doch das ist gegen die Regeln, denn Simpson ist bereits geschieden. Nun hat er die Qual der Wahl. Entscheidet er sich für die Liebe, würde ihn das den Thron kosten. Entscheidet er sich für den Thron, würde er seine Wallis verlieren. Im Dezember 1936 fällt die Entscheidung. Er steht zu seinen Pflichten als König, doch die Liebe zu Wallis ist größer. Er gibt den Thron auf und wandert in die USA aus. Somit wird sein jüngerer Bruder Prinz Albert König von England. Diese Tage und Monate verändern Elizabeths Leben für immer. Quasi über Nacht wird sie Englands Thronfolgerin.

Am 12. Mai 1937

 wird ihr Vater zu ‚King George VI‘ gekrönt.

Zwei Jahre später

besuchen Elizabeth und ihre Eltern eine Militärakademie. Dort lernt die damals 13-Jährige den fünf Jahre älteren Phillip kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den Marineoffizier. Er ist ihre erste große Liebe.

Noch in demselben Jahr bricht der 2. Weltkrieg aus. Der Buckingham-Palace wird in dieser Zeit bombardiert. Einmal besonders stark, sodass beschlossen wird, die beiden Prinzessinnen, Elizabeth und Margaret, nach Schloss Windsor zu evakuieren. Das Königspaar bleibt in London. Das Schloss Windsor wird während des 2. Weltkrieges zum Zuhause der Mädchen. Nur selten besuchen King George VI. und seine Frau ihre Töchter. Doch jener Oktobertag im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkriegs wird für die beiden Mädchen gefährlich. Ein britischer Spion überbringt Nachrichten aus Berlin: In der Nacht sollen 400 Fallschirmjäger über Schloss Windsor und dem Buckingham-Palace abspringen und die Menschen auf den Schlössern töten. Ganz oben auf ihrer Liste: Die Thronfolgerin Elizabeth und ihre Schwester Margaret. Noch einmal werden die Jugendlichen evakuiert, diesmal werden sie auf das abgelegene Landgut Mardresfield Court gebracht.

Während des Krieges wird Elizabeth erwachsen und lässt sich zur Automechanikerin ausbilden. Nach dem Krieg kommt Elizabeth ihrer Jugendliebe, dem Sohn eines griechischen Prinzen mit deutschen Wurzeln, immer näher.

Am 9. Juli 1947

Zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, gibt die junge Elizabeth ihre Verlobung mit dem Deutschgriechen Philip Mountbatten bekannt. Dafür erntet das junge Paar nicht nur Zustimmung. Doch zwecklos. Philip nimmt für seine ‚Lilibeth‘ die britische Staatsbürgerschaft an. Am 20. November 1947 läuten in der Westminster Abbey in London die Hochzeitsglocken. Es ist die erste im TV übertragene Hochzeit – Millionen Menschen schauen zu.

Genau ein Jahr später,

am 14 November 1948, erreicht Nachkriegs-England eine hoffnungsvolle Nachricht. Elizabeth, die junge Thronfolgerin des Landes, und ihr Gatte werden sechs Tage vor ihrem ersten Hochzeitstag Eltern des kleinen Charles Philip Arthur George.

Am 15. August 1950

werden Elizabeth und Philip ein zweites Mal Eltern. Diesmal ist es ein Mädchen. Anne Elizabeth Alice Louise Mountbatten-Windsor, so ihr Name. Elizabeths Glück scheint vollkommen, sie hat Ruhm, Ansehen, Geld, einen Ehemann, zwei gesunde Kinder.

 

 

Elizabeth bricht Anfang Februar 1952 mit ihrem Gatten Prinz Philip zu einer Afrikareise auf. Die beiden Kinder bleiben in London bei ihren Großeltern. Am 6. Februar erschüttert eine Nachricht die Welt: Englands König ist in der Nacht in London verstorben. Alle Welt weiß, was Elizabeth noch nicht einmal ahnt. Als die Nachricht in Afrika eintrifft, wird Philip als erster informiert. Er holt seine Frau, geht im Garten mit ihr spazieren. Dann übermittelt er ihr die Nachricht, während schon die Abreise vorbereitet wird.

 

Elizabeth scheint erschüttert, doch sie weiß, was zu tun ist. Zuerst ihre Pflichten, dann Privates. Noch am selben Tag reist sie nach London zurück. Sie ging als Prinzessin und sie kam als Königin wieder.

 

Am 2. Juni 1953

wird Elizabeth in der Westminster Abbey in London zu Queen Elizabeth II. gekrönt.

7 Jahre später, am 19. Februar 1960,

wird Elizabeth noch einmal Mutter. Ihren Sohn benennt sie nach ihrem Schwiegervater Andreas von Griechenland: Andrew Albert Christian Edward Mountbatten-Windsor.

Am 10. März 1964

wird Elizabeth ein viertes und letztes Mal Mutter. Diesmal bekommt sie wieder einen Sohn. Edward Antony Richard Louis Mountbatten-Windsor heißt der jüngste Windsor-Sprössling. Elizabeth‘ Kinder trennt z. T. eine erhebliche Anzahl an Jahren: Charles ist fast erwachsen, da liegt sein Bruder Edward noch im Kinderwagen.

Im Jahr 1973

heiratet ihre Tochter Anne den Briten Mark Philips. Mit ihm bekommt sie am 15. Oktober 1977 einen Sohn. Er ist der erste Enkel der Queen  und trägt den Namen Peter Phillips. Damals ist die Königin erst 51 Jahre alt. Er ist der einzige Windsor-Enkel, der von seiner Großmutter direkt im Krankenhaus besucht wird. Obwohl er der Erstgeborene unter den Enkeln ist, ist er in der Thronfolge weit hinten. Die jüngeren Brüder seiner Mutter sind weit vor ihm und seiner Mum in der Thronfolge. Anne und ihr Ehemann entschieden sich gegen einen Prinzentitel für ihre Kinder.  

Am 24. Februar 1981

geben der älteste Sohn der Queen, Prinz Charles, und die junge Lady Diana Spencer, die auf einem königlichen Landgut der Queen geboren worden ist, ihre Verlobung bekannt.

Vier Jahre nach seiner Geburt bekommt Peter Phillips eine Schwester, ihr Name ist Zara.

Es ist der 29. Juli 1981.

Die junge Diana Spencer heiratet in einem Kleid, wie es sich jedes kleine Mädchen wünscht, in die britische Königsfamilie ein. Die Zeremonie wird live im TV übertragen. Es ist wie im Märchen. Diana erfüllt alle Standards der Familie; sie ist schön, in einer reichen Familie geboren, hatte als Kleinkind schon Kontakt zur Königsfamilie. Alle glauben, sie sei perfekt.

Ein Jahr später, am 21. Juni 1982,

bringt Diana in London ihren ersten Sohn und den zukünftigen Thronfolger zur Welt. Sein Name ist William.

Zwei Jahre später, am 15. September 1984,

kommt ein weiteres Enkelkind der Queen zur Welt. Henry, später ‚Harry‘ genannt, ist der Sohn der jungen Prinzessin Diana und des zukünftigen Königs, Prinz Charles.

Im Jahr 1986

heiratet Sarah ‚Fergie‘ Ferguson den Prinzen Andrew. 1988 kommt Prinzessin Beatrice zur Welt, zwei Jahre später ihre Schwester Prinzessin Eugenie.

So manche Ehen in der Familie bröckeln. Die von Prinzessin Anne wird 1992 endgültig geschieden. Es dauert kein Jahr, da heiratet Anne erneut. Diesmal in Schottland, da die britische Kirche eine Wiederheirat von Geschiedenen bis Anfang der 2000er-Jahre verbietet. Die Ehe mit Commander Timothy Laurence soll für immer halten.

An jenem Novembertag 1995

schmückt Lady Dianas Gesicht fast jede Tagezeitung, darunter meist ein Zitat der Prinzessin. Am Tag zuvor hat die Noch-Prinzessin dem britischen Sender BBC ein erschreckendes Skandal-Interview gegeben. Im Buckingham Palace schrillen die Alarmglocken. Diana plauderte jedes noch so kleine Geheimnis der Familie aus. Charles und Diana sind getrennt. Im Jahr darauf wird ihre Scheidung rechtskräftig. Diana reist von nun an durch die Welt, ihre Söhne aber darf sie nicht mitnehmen, denn der eine ist als Thronfolger an den Palst gebunden und der andere will seinen Bruder nicht allein lassen.

Ebenfalls lassen sich in diesem Jahr Prinz Andrew und die Herzogin von York scheiden.

Die beiden Freundinnen Diana und Fergie sind von nun an freie Vögel, sie sind nicht mehr im goldenen Käfig gefangen.

Die Queen ist mit ihren beiden Enkeln, Harry und William, und deren Vater Charles im Sommerurlaub, als sie aus Paris eine Todesnachricht ereilt. Lady Dianas Fahrer baute auf der Flucht vor der Papparazzi ein Verkehrsunfall. Mit im Wagen: Diana und ihr Freund Dodi Al-Fayed. Alle drei Wageninsassen kamen ums Leben.

Die ganze Welt trauert, doch die Queen bleibt im Urlaub. Viele Menschen sind über die Abwesenheit der Königin erbost.  Tage später erst wendet sich die Queen an das Volk. Vor dem Buckingham Palace ein Meer aus Rosen und eine trauernde Menge. Die Queen und ihr Gatte Prinz Philip sprechen mit den Trauernden. Beim Trauerzug für die Prinzessin, der live übertragen wird, bleibt kein Auge trocken. Die jungen Prinzen William und Harry laufen ganz allein hinter dem Sarg ihrer Mutter her.

Eigentlich sollte Prinz Philip sein Leben lang zwei Schritte hinter der Queen gehen, doch an diesem Tag ist er nicht der Königsgemahl, in diesen grauen Stunden ist er der Großvater. Auf dem Sarg von Diana liegt ein Umschlag mit der Aufschrift ‚Mommy‘. Diese Zeilen hat einer der Prinzen geschrieben und sie sind einzig und allein für Lady Di bestimmt. Von nun an wachsen die Prinzen nur noch beim Vater auf. William wird auf seine Rolle als König vorbereitet.

Im November 1997

ereignet sich auf Schloss Windsor ein Brand.  Niemand kommt zu Schaden und der niedergebrannte Teil des Schlosses kann schnell wieder aufgebaut werden. Trotzdem hinterlässt der Brand emotionale Schäden bei der Queen. In den Kriegsjahren war das Schloss ein Rückzugsort, ein Zuhause.

Alle Kinder der Queen waren schon einmal unter der Haube. Alle bis auf einen. Dieser hatte alle (Scheidungs-)Dramen um Schwäger*innen miterlebt. Nach all diesen Ereignissen zeigte der junge Prinz eher Unentschlossenheit beim Thema Hochzeit. Bis er bei einer Sportveranstaltung die Reporterin Sophie kennenlernt. Er verliebt sich Hals über Kopf in die fleißige Frau. Im Jahr 1999 heiraten Sophie und Edward. Die Tochter der beiden, Lady Louise Windsor, wird im November 2003 geboren, ihr Sohn James wird 2008 als jüngstes Enkelkind der Queen geboren.

 

 

Die Ehe zwischen Prinz Charles und Lady Diana war von Anfang an nicht die glücklichste. Das lag vielleicht auch daran, dass Charles schon vor der Verlobung der beiden eine Affäre mit Camilla Parker-Bowles hatte. Diana klagte 1995 im TV: „Wir waren zu dritt in dieser Ehe. Es war etwas eng.“

Die Queen hatte die Hochzeit ihres Sohnes mit der Bürgerlichen Camilla schon in den 1970er-Jahren verboten. Erst nach dem Tod Dianas erlaubte die Königin die Eheschließung der beiden. Im April 2005 läuteten endlich die Hochzeitsglocken. Camilla wurde zur Herzogin.

Der eher unroyaler Enkel der Queen, Peter Phillips, und seine kanadische Frau Autumn Kelly machten die Königin 2010 mit ihrer Tochter Savannah zur Uroma.

Ihr Enkel William war inzwischen erwachsen und lernte an der Universität in Schottland die Unternehmerstochter Catherine Middleton kennen. Nach ständigem Hin und Her verlobten sie sich endlich. Wurde auch Zeit, denn die Briten hatten für den zukünftigen Royal schon einen mahnenden Spitznamen: „Waity Katy“, was so viel hieß wie „Wartende Kate“. Sie wollten William damit indirekt sagen: „Steck ihr endlich den Ring an den Finger!“

Ihr Verlobungsring war der, den einst ihre Schwiegermutter Diana getragen hatte.

In der Westminster Abbey wurden, wie Queen Elizabeth und Prinz Philip viele Jahre zuvor, die beiden endlich getraut. Die Königin gab dem Paar die Titel: „Herzog und Herzogin von Cambridge“. Die Hochzeit fand am 29. April 2011 statt

Im Juli 2013 wurde die Thronfolge des Landes wieder sicherer, denn Herzogin Kate gebar in London einen Sohn, sein Name: George.

 

Inzwischen war Zara Phillips vergeben, William und Kate hatten ein weiteres Kind geboren. Vor allem die junge Generation war es, die dafür sorgte, dass es im Hause Windsor nie langweilig wurde.

 

Dann kam Meghan Markle. Sie war eine US-Amerikanerin, die sich mit Schauspieljobs über Wasser hielt. Prinz Harry verliebte sich in diese Frau. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, wie sehr Meghan Markle die Familie spalten würde. Alles lief wie immer, im November 2017 wurde die Verlobung der beiden bekanntgegeben. Das Königshaus trat am 19. Mai 2018 endgültig in die Moderne ein, als die geschiedene Amerikanerin Rachel Meghan Markle in die Familie einheiratete.  Ein Jahr später wurden Harry und Meghan Eltern eines kleinen Jungen.

Schon länger hatte es geheißen, es gäbe zwischen Meghan und Kate Streit. Meghan konnte es nicht ertragen, dass Kate die Frau des zukünftigen Königs war und nicht sie selbst. Deshalb distanzierte sich Meghan immer mehr von Kate. Anfangs, als sie aus dem Kensington Palace auszogen, hieß es nur, sie wollten woanders glücklich werden. In dem Anwesen, das die Queen dem Herzogpaar von Sussex gegeben hatte, sollte es angeblich spuken. Das fand Meghan auch – sie klagte darüber. Im Jahr 2020, zu Anfang der Pandemie, entschied Meghan, sie wolle in ihr Heimatland, in die USA auswandern. Harry, wohl blind vor Liebe, ging mit. Sie beschlossen, all ihre Pflichten als Royals abzugeben und von nun an als Privatpersonen zu leben.  Das Verhältnis der Brüder Harry und William war stets ein sehr gutes, denn sie hatten in schweren Zeiten Zusammenhalt gelernt und Diana hatte ihnen immer vermittelt, dass sie nur zu zweit eine Einheit wären. Harry galt als Lieblingsenkel der Queen, deshalb ließ sie ihn gehen.

Meghan und Harry kauften sich in den USA eine mehrere Mio. Dollar teure Villa in Montecito, dem Zuhause aller großen Stars. Ein Jahr lang verhielt sich das Paar eher ruhig, postete von Zeit zu Zeit ein Bild von Söhnchen Archie. Im Februar 2021 postete Meghan ein Schwarz-weiß-Foto, auf dem sie deutlich schwanger abgebildet ist. Damit verkündete sie ihre zweite Schwangerschaft.

Wenig später, im März 2021, gaben die beiden royalen „Ausreißer“ der Talkmasterin Oprah Winfrey ein Interview. In diesen 2 ½ Stunden plauderten Harry und Meghan nicht nur ein ‚bisschen‘ aus dem Nähkästchen, nein, sie verplauderten eher ihr GANZES Nähkästchen. Meghan berichtete von ihrer „schweren“ Zeit im Kensington Palace, von Selbstmordgedanken und zuletzt beschuldigte sie die Königsfamilie, dass es während ihrer ersten Schwangerschaft „rassistische“ Bedenken über die Hautfarbe des Babys gegeben hätte. Kurz darauf stellte sie klar, dass weder die Queen noch Prinz Philip diese Bedenken geäußert hätten. Außerdem behauptete sie, habe man ihr „psychologische Hilfe“ verweigert. Dieses Interview ließ das tausende Kilometer lange Band zwischen der britischen Königsfamilie und dem in Amerika lebenden Paar endgültig reißen. Auch das Verhältnis der Brüder war zerrissen.

 

 Ein weiterer Schicksalsschlag traf die Familie am 9. April 2021.

In den frühen Vormittagsstunden tätigte Prinz Philip seine letzten Atemzüge in den Armen seiner ‚Lilibeth‘ auf Schloss Windsor. Philip war tot. Der Fels in der Bandung der Queen schlief nun für immer.

 

Die Cambridges wurden, genauso wie Charles und Camilla, umgehend informiert. Erst gegen Mittag ging die Nachricht um die Welt. Die Queen in tiefer Trauer. Mehr als eine Woche Trauerzeit gab es für den Prinzen. Am 17. April 2021 wurde Phillip auf Schloss Windsor beerdigt. Sein Tod reißt eine Lücke in die Familie.

Am 10. Juni 2021 wäre er hundert Jahre alt geworden.

 

Im Juni 2021 bekamen Harry und Meghan ihr 2. Kind. 3 Tage nach der Geburt verkündeten sie dies auf der Webseite ihrer Stiftung. Zum Namen des Kindes gibt es geteilte Meinungen. Sie nennen es „Lilibeth ‚Lily‘ Diana Mountbatten-Windsor“. Lilibeth war der Spitzname der Queen, den ihr Prinz Philip gab. Die einen sagen, das sei ein Annäherungsversuch nach England, die anderen sagen: Erst schimpfen und dann wieder einen auf Einheit machen. Die Queen äußerte sich dazu nicht.

 

Nun zu einem eher freudigen Ereignis: Am 6. Februar 2022 feierte Queen Elizabeth ihr 70. Thronjubiläum.

 

Ich weiß nicht, wie man es in so einer Familie 96 Jahre aushält. Aber ich weiß, dass ich um jeden Preis nicht mit ihr tauschen möchte. „Das Schönste und Wichtigste im Leben ist die Familie“ sagte Lady Di einst, und das, obwohl sie in Sachen Familie nie so richtig Glück hatte.

Auf jeden Fall gratuliere ich und ich wünsche ihr noch viele weitere Jahre so eisern auf dem Thron!